Wein-Wissen
Pfälzer Rebsorten erklärt: Riesling, Dornfelder & Spätburgunder
Die Pfalz ist Deutschlands zweitgrößtes Weinbaugebiet. Ein Überblick über die wichtigsten weißen und roten Rebsorten – und was sie auszeichnet.
Die Pfalz ist das zweitgrößte Weinbaugebiet Deutschlands – und gilt als eines der größten zusammenhängenden Rieslinggebiete der Welt. Vom spritzigen Riesling bis zum kräftigen Spätburgunder ist hier fast alles vertreten. Wer die Sorten kennt, bestellt seine nächste Weinschorle mit Plan. Hier der Überblick.
Die weißen Sorten
Weißwein ist das Herz der Pfalz – allen voran der Riesling.
- Riesling – die Leitsorte. Mineralisch, lebendig, mit feiner Säure und Aromen von Apfel, Pfirsich und Zitrus. Trocken bis edelsüß, immer der Klassiker für die Weißweinschorle.
- Weißburgunder (Pinot Blanc) – mild, elegant, mit dezenter Frucht und feiner Säure. Der unkomplizierte Allrounder zum Essen.
- Grauburgunder (Pinot Gris) – kräftiger und vollmundiger, oft mit Schmelz und Noten von Birne und Nuss. Auch als „Ruländer” (gehaltvoller Ausbau) bekannt.
- Müller-Thurgau – leicht, blumig, unkompliziert. Jung getrunken ein süffiger Sommerwein.
- Gewürztraminer – intensiv aromatisch, mit Rosen- und Litschi-Duft. Eine Spezialität für besondere Momente und würzige Küche.
- Chardonnay & Sauvignon Blanc – moderne Sorten, die in der Pfalz auf dem Vormarsch sind: Chardonnay cremig, Sauvignon Blanc frisch und grasig.
Die roten Sorten
Die Pfalz ist auch ein bedeutendes Rotweingebiet – fast die Hälfte der Rebfläche ist mit roten Sorten bestockt.
- Dornfelder – tiefdunkel, fruchtig und samtig, mit Aromen von Brombeere und Kirsche. Eine der beliebtesten deutschen Rotweinsorten und ideal als rote Schorle.
- Spätburgunder (Pinot Noir) – die Königssorte unter den Roten: elegant, vielschichtig, mit feinen Beeren- und Gewürznoten. Lagerfähig und international hoch angesehen.
- Portugieser – leicht und süffig, mit wenig Tannin. Der klassische Wein für die rote Schorle und den lockeren Festabend.
- St. Laurent & Regent – kräftige, dunkle Sorten für gehaltvolle Rotweine.
Welcher Wein zu welchem Essen?
Die Pfälzer Festküche und der Wein gehören zusammen:
- Saumagen & Leberknödel – kräftiger Weißburgunder/Grauburgunder oder ein gereifter Spätburgunder
- Flammkuchen – frischer, trockener Riesling
- Zwiebelkuchen im Herbst – natürlich Federweißer
- Käse & Süßes – Gewürztraminer oder eine edelsüße Riesling-Spätlese
Trocken, halbtrocken oder lieblich?
Auf dem Etikett verrät die Geschmacksangabe, wie süß der Wein ist: trocken (wenig Restzucker), halbtrocken/feinherb (dezent süß) und lieblich/edelsüß (deutlich süß). Für die Schorle nimmt man meist einen trockenen bis feinherben Wein – pur zum Dessert darf es süßer sein.
Wein erleben
Am besten probiert man die Vielfalt direkt bei den Winzern – auf einem Hoffest, einer Weinprobe oder einem der großen Weinfeste. Einen Überblick über die ganze Saison gibt unser Guide zu den schönsten Weinfesten der Pfalz.