Pfälzer Kultur
Saumagen, Leberknödel & Co. – die Pfälzer Festküche erklärt
Was auf dem Pfälzer Weinfest auf den Teller kommt: Saumagen, Flammkuchen, Leberknödel und Zwiebelkuchen – Herkunft, Besonderheiten und was wozu passt.
Pfälzer Feste sind nicht nur Wein – sie sind auch eine Reise durch eine herzhafte, bodenständige Küche. Wer hierherkommt, sollte hungrig sein.
Der Saumagen – das Aushängeschild
Der Pfälzer Saumagen ist die berühmteste Spezialität der Region: ein mit Brät, Schweinefleisch, Kartoffeln und Gewürzen (vor allem Majoran) gefüllter Schweinemagen, der gekocht und dann in Scheiben gebraten wird. Serviert wird er klassisch mit Sauerkraut und Kartoffelpüree oder Brot.
Weltberühmt wurde der Saumagen durch Altkanzler Helmut Kohl, der ihn Staatsgästen kredenzte – vom US-Präsidenten bis zur britischen Premierministerin. Trotz des etwas rustikalen Namens: Der Magen ist nur die Hülle, gegessen wird die würzige Füllung.
Weitere Klassiker
- Leberknödel – meist mit Sauerkraut, ein deftiger Festklassiker
- Bratwurst – auf fast jedem Stand, gern „im Weck” (Brötchen)
- Flammkuchen – dünner, knuspriger Teig mit Crème fraîche, Zwiebeln und Speck
- Grumbeere – Pfälzisch für Kartoffeln, Basis vieler Gerichte
Herbst: Zwiebelkuchen & Federweißer
Im Herbst gehört der Zwiebelkuchen zum Pflichtprogramm – ein herzhafter Kuchen mit Zwiebeln, Speck und Eierguss. Dazu gibt es traditionell Federweißen, den jungen, noch gärenden Wein. Eine Kombination, die man einmal im Jahr gegessen haben muss.
Was trinkt man dazu?
Zur Festküche gehört die Weinschorle – natürlich aus dem Dubbeglas. Welcher Wein zu welchem Gericht passt, verrät unsere Rebsorten-Übersicht.
Wo es das alles gibt
Auf praktisch jedem Weinfest – einen Überblick gibt unser Guide zu den schönsten Weinfesten der Pfalz. Alle aktuellen Termine findest du in der Veranstaltungsübersicht.