Saison-Guide 2026
Weihnachtsmärkte in der Pfalz 2026 – alle 55 Märkte im Überblick
55 Weihnachtsmärkte von Anfang November bis in den Januar: die großen Stadtmärkte, Burgen und Festungen, kleine Dorfmärkte an einem einzigen Wochenende – mit Terminen, dem vollsten Tag der Saison und Tipps zum Kombinieren.
55 Märkte, zwei Monate, sehr unterschiedliche Größen
Die Pfälzer Adventssaison 2026 umfasst 55 Weihnachtsmärkte. Sie beginnt früher und endet später, als viele erwarten: Der erste öffnet am 5. November in Ludwigshafen, der letzte Tag ist der 10. Januar 2027 in Speyer.
Der wichtigste Unterschied für die Planung ist nicht die Größe, sondern die Dauer. 38 der 55 Märkte dauern höchstens drei Tage, viele nur einen einzigen Samstag oder Sonntag. Nur zwölf laufen länger als zwei Wochen. Wer einen bestimmten Dorfmarkt sehen möchte, muss also den Termin ansteuern — anders als bei den Stadtmärkten, die über Wochen offen sind.
Regional liegt der Schwerpunkt deutlich im Süden: 30 Märkte in der Südpfalz, 12 an der Deutschen Weinstraße, 7 in der Westpfalz, 5 in der Vorderpfalz und einer in der Nordpfalz.
Der vollste Tag der Saison
Wer möglichst viel an einem Tag sehen will, sollte den Samstag, 5. Dezember vormerken: Dann sind 27 Märkte gleichzeitig geöffnet — mehr als an jedem anderen Tag. Dicht dahinter folgen der 29. November (26), der 28. November (25) und der 6. Dezember (25).
Umgekehrt heißt das: Wer es ruhiger mag, fährt außerhalb dieser beiden Wochenenden. Die großen Stadtmärkte haben unter der Woche geöffnet und sind dann deutlich entspannter.
Die großen Stadtmärkte
Weihnachts- und Neujahrsmarkt Speyer
Der größte und bekannteste Markt der Pfalz, direkt vor dem UNESCO-Welterbe Dom, mit über 80 Ständen. Er läuft vom 23. November bis 10. Januar und ist damit der einzige, der über den Jahreswechsel hinausgeht — nach Weihnachten heißt er Neujahrsmarkt.
Weihnachtsmarkt Ludwigshafen
Der früheste Start der Saison am 5. November und mit 49 Tagen die längste Laufzeit gemeinsam mit Speyer. Ein reiner Stadtmarkt ohne historische Kulisse, dafür sehr gut mit der Bahn erreichbar.
Lautrer Advent und Pirmasenser Weihnachtsmarkt
Die beiden großen Märkte der Westpfalz, beide vom 23. November bis 23. Dezember. In einer Region, in der Weihnachtsmärkte sonst dünn gesät sind, sind sie die verlässlichen Anlaufpunkte.
Thomas-Nast-Nikolausmarkt Landau
Benannt nach dem in Landau geborenen Zeichner Thomas Nast, der die heute geläufige Darstellung des Weihnachtsmanns prägte. Kunsthandwerklich ausgerichtet, 26. November bis 20. Dezember.
Burgen, Festungen und andere Kulissen
Sieben Märkte finden an Orten statt, die den Besuch für sich schon lohnen:
- Weihnachten in der Festung Germersheim – in den historischen Kasematten der Festungsanlage, 27. November bis 6. Dezember.
- Weihnachtsspektakulum Burg Lichtenberg – in der größten Burgruine der Pfalz, 5./6. Dezember.
- Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt auf der Burg Landeck bei Klingenmünster, 11. bis 13. Dezember.
- Weihnachtsmarkt Burg Neuleiningen – 28. November bis 6. Dezember.
- Weihnachten im Krippendorf Bornheim – ein Dorf voller Krippen, ein Tag am 29. November.
- Tierischer Wildadvent Silz – im Wild- und Wanderpark, ebenfalls nur am 29. November.
- Weihnachtsmarkt Rhodt unter Rietburg – im „schönsten Weindorf” unterhalb der Rietburg, 12./13. Dezember.
Advent auf Pälzisch
Etliche Märkte tragen ihren Dialektnamen im Titel — ein guter Hinweis darauf, dass hier der Ort selbst feiert und nicht ein Veranstalter zugekauft hat:
- Belzenickelmarkt in Bobenheim am Berg — der Belzenickel ist die pfälzische Variante von Knecht Ruprecht.
- Hääschdner Weihnachtsmarkt in Hauenstein.
- Anneresl Weihnachtsmarkt in Rheinzabern.
- Winnemer Adventsmarkt in Winden.
- Salomea Christkindelmarkt in Oberotterbach.
Und weil die Pfalz auch im Dezember Wein trinkt: In Bockenheim heißt der Markt Glühweinkerwe, in Birkweiler Weinwinter.
Tipps für den Besuch
- Termin prüfen, nicht nur den Ort. Zwei Drittel der Märkte dauern höchstens drei Tage. Ein spontaner Abstecher ins Dorf geht meistens daneben.
- Wochentags in die Stadt, am Wochenende ins Dorf. Die langen Stadtmärkte sind unter der Woche angenehm leer; die Dorfmärkte gibt es ohnehin nur samstags und sonntags.
- Winzerglühwein suchen. In den Weinorten wird er aus eigenem Wein angesetzt statt aus Konzentrat — besonders in Deidesheim, Freinsheim und den Winzerhöfen an der Weinstraße.
- Kombinieren lohnt sich. Die Orte liegen dicht beieinander: Zwischen Deidesheim und Bad Dürkheim liegen gut sechs Kilometer, zwischen Speyer und Germersheim rund zwölf. An einem Adventssamstag lassen sich so zwei bis drei Märkte verbinden.
- Mit der Bahn. Speyer, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Landau, Neustadt und Bad Dürkheim erreicht man ohne Auto — praktisch, wenn Glühwein im Spiel ist.
Alle Termine
Die vollständige Liste mit Daten und Orten steht in der Kategorie Weihnachtsmärkte. Wer ein bestimmtes Wochenende plant, filtert im Veranstaltungskalender nach Zeitraum — dort lässt sich genau eingrenzen, was an einem einzelnen Tag geöffnet hat.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Wann beginnen die Weihnachtsmärkte in der Pfalz 2026?
Der früheste startet am 5. November in Ludwigshafen. Die große Welle beginnt am Wochenende 27. bis 29. November, wenn rund zwei Dutzend Märkte gleichzeitig öffnen. Der letzte Tag der Saison ist der 10. Januar 2027 in Speyer.
An welchem Tag haben die meisten Weihnachtsmärkte geöffnet?
Am Samstag, 5. Dezember 2026, sind 27 Märkte gleichzeitig offen – der dichteste Tag der Saison. Auch das Wochenende 28./29. November kommt auf 25 bzw. 26 Märkte.
Welcher Weihnachtsmarkt in der Pfalz läuft am längsten?
Speyer und Ludwigshafen mit jeweils 49 Tagen. Der Speyerer Weihnachts- und Neujahrsmarkt geht als einziger bis in den Januar hinein.
Muss ich für die kleinen Dorfmärkte einen bestimmten Termin einplanen?
Ja. 38 der 55 Märkte dauern höchstens drei Tage, viele nur einen einzigen Samstag oder Sonntag. Wer einen bestimmten Dorfmarkt sehen will, muss den Termin gezielt ansteuern.